Donnerstag, 18. August 2011

Kapitel zehn


"Was habe ich eigentlich getan, oder eher wieso habe ich es verdient immer und immer von dir geschlagen zu werden?!"- schoss es aus mir heraus. auf einmal. Ich wünschte mir in diesem moment so sehr, das rückgängig machen zu können. Diese aussage, ich hätte sie nie tätigen sollen. Denn in diesem moment guckt er mich so an, als würde er mich umbringen. Es sah so aus, als würden sich seine Augen mit Hass füllen, mit Hass der einem zum töten fähigen könnte. Ich habe angst, dramatische Angst. Kurz war stille im raum, ich hörte nur das Wasser aus dem Wasser-Hahn plätschern. Doch unterbrochen wurde es nach gefühlten sekunden. Oder doch eher nach einem Bruchteil einer Sekunde. Geschrei, ich spürte es in meinem Gesicht... "Was wagst du es so mit mir zu reden, miststück"- und das sagte er, während er mich schlug, mitten ins Gesicht. Tränen stiegen in mein Gesicht, klar, aber das kommt ja nicht selten vor. Ich frage mich, was habe ich getan? "Wieso lässt du die Kinder hier, alleine, wärend ich fort war" schrie er. "Sie.. sie sind bei Oma!" sprach ich sowas von leise, und ängstlich. Danach trat er mich in den Bauch und gab mir meine Jacke, und schlug mir die Tür vor der Nase zu. so, wieder dieser moment, wo beschrieben wird wie beschissen sich so etwas anfühlt.
Wen hatte ich noch? Hatte ich jemanden, der für mich da ist, der mich nimmt so wie ich bin?
Ich habe alles verloren, bemerkte ich.

Montag, 15. August 2011

Kapitel neun

Er schien immer noch neugierig zu sein. Aber es ist mir egal, ich habe ehrlich gesagt keine lust ihn weiterhin nur anzustarren, und gefragt zu werden wie es denn um meine Famlie steht. Oh, ich vergaß; "Familie". Ich nehme meine sachen, und gehe. Ohne ein Wort, aber er wird schon wissen wieso, warum. Außerdem kennt er mich nur so, unfreundlich, und ungezogen. Und wieder stehe ich auf diesem schönen Weg, der jetzt richtung Garten-tor führt. Ich drehte mich noch einmal um, und betrachtete dieses Wunderschöne Haus. Auf der Straße war nicht viel los, doch auf einmal fuhr ein Auto ziemlich schnell um die Ecke. "Canel! Canel komm sofort nach Hause!" rief eine ziemlich laute, kratzige, und sowieso ziemlich unangenehme stimme. Ohne zu zweifeln, wusste (!) ich es ist mein Vater. Niemand sonst hat sonst so eine stimme, die einen förmlich ins Gesicht schlägt. Ich beeile mich, renne, nein sprinte schon fast nach Hause. Ich muss zugeben, ich habe angst... ich weiß nicht was auf mich zukommt. Im Flur, erwartet mich als erstes eine Ohrfeige. Ich weiß nicht wieso, aber es bleibt mir nichts anderes übrig als sie entgegen zu nehmen. Ich wollte mich nicht wehren, denn das war damals schon ein großer Fehler gewesen. Ich hatte ihn damals zurück geschlagen, und dann hat mir heißes wasser, ja kochendheißes Wasser, über meine Beine gegossen. Extra, aus purem willen. Das tat weh, so sehr das ich mich nicht traue ihm zu wiedersprechen. Aber ich weiß, dass es so auch nicht weiter gehen kann... Naja, ich muss dadurch. Nicht nur ich. 

Freitag, 12. August 2011

Kapitel acht

Ich sitze immer noch hier, und eigentlich hatte ich auch nicht vor in den nächsten 10 minuten von hier zu verschwinden. Ich denke, denke und denke an Sebastian. Warum, ich habe eigentlich garkeine Zeit, auch nur eine sekunde an ihn zu denken. Doch es scheint so, als würde es irgendjemand wollen, da ganz oben. Aber ich will es nicht. Aber es ist unvermeidbar, ich denke aber es wird vergehen. Irgendwann, vielleicht, hoffentlich schon bald. Ich traue meinem Augenlicht nicht, er kommt zurück, Sebastian kommt auf mich zu. Er steht nur wenige Zentimeter vor meinem Gesicht, ich kann seinen Atem spüren. Manchmal bilde ich mir ein, ich könnte den Herzschlag von Personen hören, die ich besonders mag. Und bei Sebastian bilde ich mir das nicht ein, es ist da, ich kann ihn hören. "Du.. du kannst mit zu mir.. wenn du magst." Bot er mir an, dieses mal mit einer dermassen freundlichen Stimme... Ich nickte nur, in der Hoffnung er versteht mich. Und er tat es, natürlich. Bei ihm bin ich mir sicher, wir würden uns Blind verstehen. Wenn er bei mir ist, stelle ich mir so viel vor, so verdammt viel, wie es in der Zukunft sein würde, mit ihm. Doch wenn er weg ist, wünsche ich mir, ich hätte ihn nie kennen gelernt. Kann mir das jemand erklären? ich verstehe nicht. Jedenfalls schländern wir den unebenen Beton -Weg entlang, bis zu dem Garten-tor, was mit einem wunderschönen Weg verbunden ist, der zu einem großen Haus führt. "Es ist wunderschön" flüsterte ich, vielleicht hörte er es garnicht. Wir traten ein, in den riesigen Vorraum, der mit einem einzigen Stuhl dikoriert war. Ich muss sagen... irgendwie hatte das was. Wir gehen die große Treppe hinauf, in seine eigene Etage, und legten uns auf sein riesiges Bett, wirklich, es war einfach nur riesig. Ich legte mich auf die seite, er auch, und wir starrten uns einfach nur an. Nichts geschah, wir starrten einfach nur. Bis er fragte; "Was ist mit deiner Familie?" -"Ich möchte mir nicht meine traumhaften vorstellungen versauen, in dem ich an meine "Familie" denke. Tut mir leid, ich rede nicht darrüber." sagte ich, wieder zu unfreundlich. Aber irgendjemand hat mir mal erzählt, man  liebt einen menschen so wie er ist, und nicht weil man ihn verändert hat.



Mittwoch, 10. August 2011

Kapitel sieben

Mit schweren und tauben Schritten, schländere ich zum Kindergarten, um meine Geschwister abzuholen. Alle Kinder stürmen heraus, aus der großen braunen mit Kinderhänden bemalte Tür, in die arme deren Mütter. Wie schlecht es sich anfühlt, wenn man weiß, dass für einen keine Mutter exestiert, keine direkte zugangsperson. Es tut weh zusehen, wie Glücklich die Kinder doch sind, mit ihrer perfekten Familie. Was solls, so ist es. Ändern ist nicht drin. Dann endlich kommen Erika und Max, meine "Kinder". Mit Tränen in den Augen steht Erika dann vormir und sagt "Sie lachen uns aus, das wir keine Mama haben" In dem moment war ich fähig zu töten dachte ich. Ich sollte mich nicht immer so aufregen, aber ich kann nicht anders. Das Blut schießt mir förmlich durch die Adern. Naja. "Ich bringe euch jetzt zur Oma. Wir sehen uns dann übermorgen noch..." Und schweigend brachte ich sie weg. Zum reden, keine zeit, keine lust, es wäre sowieso nur unnützer Kram bei rausgekommen. Vor Oma's Haustür dann, der wunderschöne Empfang. "Danke Canel, bis dann." Sagte sie, ohne noch ein wort, und schlug mir die Tür vor der Nase zu. So muss sich Sebastian in etwa auch gefühlt haben... Mieses Gefühl, ehrlich. Wo ich grade an Sebastian denke, eigentlich müsste ich mich melden. Ich gehe zur Sporthalle zurück, (die übrigens fast neben dem Kindergarten meiner Geschwister liegt) und sehe nach, ob er sich dort aufhält. Und klar, er sitzt dort, wieder auf der kleinen Mauer. Er sieht mich kurz an, und starrt dann wieder auf den Boden. Es scheint, als wäre er wütend auf mich. Ich trete näher, und frage ihn: "ist was?" -"Was soll sein, ich habe mir nur sorgen um dich gemacht. Ob es dir gut geht, alles okay ist." Sagte er etwas wütend, wieder mit diesem säuerlichen ton. "Es tut mir leid. Ehrlich. Ich dachte nur...", er unterbrach mich- "ist schon okay. was soll's ich versteh's" er stand auf, und umarmte mich. So wie er umarmt, hat mich noch niemand umarmt. ich kann mich eigentlich garnicht daran erinnern, ob ich jemals richtig Umarmt wurde, ich meine von einer anderen Person. Aufeinmal, sieht er mich so anders an. So wie mich noch nie jemand angesehen hat. Das ist so ein langer moment, ich halte es nicht aus so angestarrt zu werden, und sehe einfach weg. Doch er hält mich einfach fest, ich kann meinen Kopf nicht bewegen. Immer näher kommt er mir, doch ich drücke ihn rechtzeitig weg. "Was soll das?!" fauchte ich ziemlich wütend. "Was soll was?" sagte er. "Weißt du, ich bin nicht bereit dir sofort zu vertrauen, und mich dir so zu nähern. Ich muss erst mal bei mir klar kommen, gucken was gut für mich ist. Auch wenn ich weiß das du es bist, das du mir gut tust,.." ich redete ziemlich schnell. Zum Glück unterbrach er mich einfach, auch wenn mit einer etwas anderen Art. Er küsst mich, einfach so. Ich wehrte mich nicht, weil ich es eigentlich ganz okay fand. Es war nicht lange, aber schön war es dennoch. Er ist so komisch, danach ging er einfach. Schweigend, "rannte" er fast schon davon. Ich wusste nicht ob ich ihm folgen sollte, oder einfach nur sitzen bleiben sollte. Ich entschied mich letzendlich für's sitzen bleiben. Vielleicht, bin ich nicht die einzige die manchmal komische, falsche entscheidungen trifft.


Kapitel sechs

Ich musste eingeschlafen sein, dachte ich mir. Wobei ich doch einmal in meinem Leben eine Nacht für mich hatte, in der ich einfach mal Nachdenken hätte können. Aber ich tat es nicht, schon Merkwürdig. Ich frage mich, ob andere 15-Jährige Mädchen auch so viel nachdenken wie ich? Ich kann es nicht beurteilen,  ich kenne niemanden. Ich habe keine Freunde, ich gebe es zu. Ich habe mal gehört, als ich in der Stadt unterwegs war, das ein paar Jugendliche sich über jemanden lustig gemacht haben, aber nur zum spaß, und lachend immer wieder "du hast keine freunde alter" wiederholt hatten. Wie kann man darüber lachen, alleine zusein ist für mich teils wunderschön, aber manchmal auch schmerzhaft. Jedenfalls, beobachte ich wie die Sonne über Berlin aufgeht. Ich stehe auf, stelle mich an das Große Wohnzimmer Fenster. Ich kann so unglaublich weit schauen, ich kann genau erkennen wie sich der Horizont mit der Erde verbindet. Dunkele Wolken schieben sich über die blaue Himmels-decke, ich seufze weil ich mich ausnahmsweise mal auf gutes Wetter eingestellt hatte. Ich gehe ins Badezimmer, gucke in den Spiegel. Was ist das, das da im Spiegel, frage ich mich. Naja, ich will nicht zu viel meckern, ich bin leider so wie ich bin, und daran ändern kann ich auch nichts. Ich ziehe meinen kaputten Rock an, und mache mir Frühstück. Ich schmeisse mir ein altes Toast in den Toaster, und beschmiere es mit Butter. Es schmeckt scheusslich, was solls irgendwas muss ja in den Magen. Dann viel mir ein, mein Vater sei immer noch nicht zurück. Ich muss gestehen, ein wenig Sorgen machte ich mir jetzt schon, aber ich bin mir sicher, er ist einfach nur ein paar Tage untergetaucht, um mal wieder frischen ab zubekommen. Es fing an zu Regnen, sehr... Ich dachte an Gestern Abend, sowieso an Gestern. Meine Gedanken kamen nicht los, ich musste permanent an Sebastian denken. Noch nie hatte mir jemand gesagt, ich wäre "schön". Mein Vater, sagt mir immer die Warheit, so gemein es auch klingen mag. "Sowas habe ich doch nicht erzeugt" und noch viel mehr wirft er uns an unsere kleinen noch völlig ungebildeten Köpfe. Ich berreue es wieder, dass ich Sebastian nicht herreingelassen hatte. Es macht mich einfach wütend, dass ich immer und immer die falschen entscheidungen treffen muss! Ich werde jetzt nicht mehr an ihn denken. Sinnlos, völlig sinnlos. Ich werde jetzt meine Oma anrufen, und fragen wie es meinen Geschwistern ergeht. "Sie sind im Kindergarten, mach dir keine Sorgen, ihn geht es völlig  gut" Sagte sie schnell als sie dran ging, und legte sofort wider auf. Merkwürdig. Ich werde ihr heute einfach eine freude machen, und sie vom Kindergarten abholen. Was mich erwartet, weiss ich nicht.

Dienstag, 9. August 2011

Kapitel fünf

Klar, ich war mir sicher wir würden uns wieder sehen. Spätestens Morgen früh, wie immer. Was werde ich dann tun? Werde ich ihn an lächeln, würde er zurück lächeln? Es hatte keinen Sinn mir jetzt den Kopf zu zerbrechen. Am besten werde ich mich einfach schlafen legen, in der Hoffnung mein Vater würde nicht Zurück kommen.
Hatte ich vergessen zu erwähnen das meine Geschwister noch nicht daheim sind? Hatte ich, ich vergesse so einiges. Kein Grund zur Sorge, die verbringen die nächsten Tage bei meiner Oma. Zu meiner Freude, ich kann alleine sein. Mal für mich. Ohne meinen Vater. Ich bin ehrlich, ich hasse meinen Vater. Und ich hasse diese Überglücklichen Happy Family's, ich hasse all das. Ich hasse soviel... Aber ich habe meine Gründe, denke ich mir immer wieder. Wen interessierts. Ich gehe ins Bade Zimmer, ziehe meinen kaputten Rock aus, lege mich auf die alte Couch, und decke mich mit einer Möbel-decke zu. Und die Tränen steigen mir ins Auge... Ich denke Manchmal darüber nach, über den Tod. Wie es so sein würde, wenn man nicht mehr da ist? Ich denke an meine Mutter. Wie es ihr geht? Ich wüsste es gerne. Ich wäre so gerne bei ihr. Aufeinmal klingelt es heftig. Ich springe schon fast Automatisch von der Couch auf, hinkte zur Tür, da ich meinen kleinen Zee am Couch-Tisch angeeckt habe. "Hey. Ich dachte mir, es wäre so unfreundlich, einfach so abzuhauen. Findest du nicht?" Sagte er. Sebastian stand da, um 23 Uhr ungefähr. Mein Herz rast, ich zittere. Er zuckte wieder so wunderschön mit seinen Augenbrauen, und viel mir einfach in die Arme. Ich drückte ihn weg. Ich wollte es nicht, ich wollte ihm nicht einfach so Blind vertrauen. Schon komisch, wie sich alles ändert. Ich meine, ich habe vor 5 minuten noch geweint, weil ich ihn unglaublich gerne bei mir hätte. Naja, schon peinlich genug das er jetzt doch da ist, und mich so hässlich sieht, noch hässlicher als sonst. Er lacht sicherlich, tief in sich. "Du kannst nicht hier sein, wenn mein Vater kommt, er wird dich umbringen, und mich dazu." Sagte ich. Das könnte durch aus der Fall sein, denn mein Vater gibt "Liebe" überhaupt keine Chance mehr. Er sagt, am Ende würde alles in Tränen Enden. Was er damit meint? Ich weiß es nicht. Ich weiß garnichts, deswegen Schlage ich Sebastian die Tür vor der Nase zu, und verkrieche mich wieder, wie ein scheues Reh. Was will ich, wer bin ich, wo komme ich her?

Kapitel vier - Wie können wir uns da so sicher sein, das wir uns nicht schon eine Ewigkeit kennen?

Und wie ich meine entscheidung berreue. Ich bereue sie, so sehr. Es passiert mir viel zu oft, das ich die falschen wege einschlage. Naja, getan ist getan. Ich sitze zuhause auf dem gut 4 quadrat meter großen Balkon, und starre in die tiefe. Und ich weine, ich gebe es zu. Ich weine, weil ich weiß, ich hätte einen gewissen Menschen nicht einfach so stehen lassen sollen. Ich überlege. Sollte ich nochmal runter gehen, nach ihm schauen? Wird er noch da sein? Ich nehme mich zusammen, wisch mir die Tränen aus dem Gesicht, und stolpere die Treppen hinunter. Tatsächlich, gute hundert meter vor der Sport-Halle sitzt er. Auf der kleinen weißen Mauer, ebenfalls völlig zerstört. Es sieht so aus, als könnten noch zwei Personen sich darauf setzen, also tat ich es. Ich setzte mich einfach, einfach neben ihn. Erst zuckte sein Gesicht ein wenig, es sah fast schon komisch aus. Seine Augenbrauen       machen ein paar nervöse Bewegungen, dann schaute er mich endlich an. Es kam mir vor, wie eine halbe ewigkeit, naja, vielleicht doch wie eine ganze. Er schaute mich an, mit seinen großen Dunkel-grünen Augen. Sie waren Wunderschön. Doch ich war so nervös, ich konnte ihn nicht länger an sehen. Vielleicht, dachte er sich jetzt, weil ich mich von ihm wegdrehte, dass ich ein ziemlich unfreundlicher Mensch bin. Aber es ist mir egal, was andere von mir denken. Ich meine, was soll man schon von mir denken? Es würde nichtmals jemand merken, wäre ich nicht da. Okay. Eigentlich ist es mir nicht egal. Was denkt er bloß von mir? Es wird Zeit, seinen Namen zu erfahren. Ich sammel mich, nehme mir den Mut, und frage ihn einfach. Ich meine, ich muss ja wissen wie der jenige denn jetzt heißt, an den ich Tag und Nacht denken muss. "Ich heiße übrigens Sebastian. Auch Basti, vorrausgesetzt du möchtest. Und du bist? ..." Schoss es aus ihm, als ich grade fragen wollte. Aber ein bisschen froh, war ich darüber. "Ich heiße.. Äh.. ich bin Canel." sagte ich dann, mit leicht zitternder Stimme. Mir wird öfters gesagt, ich hätte eine zarte, leise stimme. Ob er das auch denkt? Dann lächelten wir uns an. Lange genug. Aber ich dachte mir, mein Vater ist verschwunden, ich könnte solange bei ihm bleiben, ohne am Ende eine saftige Ohrfeige zu bekommen. Wir schwiegen, und schwiegen. "Ich habe das Gefühl, ich würde dich kennen." Sagte ich, eigentlich ungewollt.
Er schaute mich kritisch an, "Wie meinst du das?" -"Na du kommst mir so unglaublich vertraut rüber. Du bist irgendwie anziehend für mich. Obwohl wir heute das erste mal reden. Wie können wir uns da so sicher sein, das wir uns nicht schon eine Ewigkeit kennen?" Sagte ich, und ich muss zugeben es muss sich sehr schlau angehört haben. Plötzlich stand er auf, und sagte "Ich muss jetzt ganz schnell weg.. Ähm, meiner Mutter helfen." Dann verschwand er. Ohne eine Umarmung, ohne irgendwas. Wann werden wir uns wieder sehen, fragte ich mich. Wann?


Kapitel drei

Doch heute ist alles anders. Zumindest merkte ich es seitdem ich den Türkischen Verkäufer heute morgen traf, denn er sprach dieses mal zu mir, sonst tat er es nie. Ich kam zuhause an, hängte den Schlüssel an das Schlüsselbrett, legte die Tüten in der völlig vermüllten Küche ab. Ich schländerte durch die Wohnung, in der Hoffnung meinen Vater zu finden, um ihm das restliche Geld zurück zugeben. -"Ratsch" machte es plötzlich. Hin war er, mein "neuer alter" rock. Er war potthässlich ich, aber er war immernoch das einzige was ich hatte, mit meinem weißen träger-top. Er hatte einen Tiefen Riss, also suchte ich nach wenigstens einer Sicherheitsnadel, um ihn ein wenig zusammen halten zu können. Es gelang mir. Doch immernoch keine sicht von meinem Vater. Es schien so, als wäre er mal wieder auf Sauftour mit seinen Freunden. Naja, es ist mir wie gesagt egal, wo er ist, was er macht. Also Nehme ich wieder meinen Schlüssel, und gehe ein bisschen an die frische Luft. Manchmal, gehe ich zur Sporthalle in der Gegend, und beobachte die Mädchen und Jungen, die "richtige" Kleidung, Spielsachen, Sportzubehöre besitzen. Und ich muss zugeben, ich werde dermaßen Neidisch. Wieso ist die Welt so ungerecht zu mir, denke ich mir, eigentlich immer. Heute ist alles anders, wie ich schon angemerkt habe. Es kommen keine Kinder in,-sowie aus der Sporthalle raus. Ich gucke mich um, doch nichts. Stop, da ist jemand. Es ist er. Der Junge, mit den dunkelbraunen mittellangen Haaren, mit den Wunderschönen Haaren. Wir halten Blick-Kontakt. Er kommt immer näher, spricht mich endlich an. "Was suchst du hier immer?" fragte er etwas säuerlich. Erst dachte ich mir, wie bitte? Immer?! Ich bin selten hier. Außerdem sehe ich ihn nie hier, wenn ich hier bin. "Wieso, darf ich nicht hier sein, oder wie läuft das? Außerdem, du bist doch nie hier wenn ich hier bin. Wenn ich mal hier sein sollte. Ich sehe dich zumindest nie." Antwortete ich leicht grob. Und vielleicht sogar etwas unfreundlich.. Das muss ich von meinem Vater haben, dieses unfreundliche etwas. "Das sollte nicht böse gemeint sein, mich verwundert es nur. Das so ein schönes Mädchen sich hier herumtreibt, so ganz alleine.. Ich sehe dich immer wenn du hier bist. Doch heute habe ich mich das erste mal getraut mich zu zeigen. Ich meine von nahem. Sonst sehen wir uns ja fast jeden Morgen, vor dem kleinen Laden..." Wunderschönes Mädchen? Hat er das gerade gesagt? Hier, vor mir?
Damit konnte er nicht mich meinen. Ich bin das gegenteil von "schön", ich habe langes braunes langweiliges Haar. Keine richtigen Klamotten, und ich bin immer ungeschminkt, zu teuer ist dieser Kram sagt mein Vater.
Jetzt war wieder dieses riesige Problem im Anmarsch, ich weiß absolut nicht wovon ich jetzt reden sollte.
Die beste Lösung, wegzurennen, weit, sagt mein Vater immer. Also tat ich es. Ich rannte, rannte, als würde der Tod mich in Form einer Brutalen, Kaltblütigen Person jagen.

Kapitel zwei

Mein Vater kann mittlerweile von selbst aufstehen, aber das auch erst seit ungefähr einem  halben Monat. Er hat die Hölle durchgemacht, seit Mama fort ist. Er hat Drogen genommen, viel mehr getrunken als sonst. Bis er dann im Koma lag, drei ganze Wochen. "Zu viel Alkohol" sagte der Arzt, als ich nach ihm sehen war. Aber es war klar, das es so kommen würde, aber um ehrlich zu sein, es war mir egal. Es geschieht ihm recht, dass er mal leidet. Ich füge hinzu, AUCH mal leidet. Trotzdem, draus gelernt hat er nicht. Morgens bis Abends wird Alkohol getrunken, neulich hat er meinem kleinen Bruder schon versucht auf den Alkohol-Geschmack zu bringen. Doch zum Glück vergeblich. Wenn die kleinen aus der Wohnung sind, räume ich auf. Die Bierflaschen, die vielen Zigaretten-Schachteln, Die Müllsäcke ebenfalls. Wenn ich das erledigt habe, gehe ich einkaufen, bei dem kleinen verfallenen, mit Graffiti zugesprühtem Laden. Ein, denk ich mal Türkischer Verkäufer, gibt mir jeden Morgen das nötige, und das sogar nur zum Halben Preis. Jedesmal lächel ich ihn an, und er lächelt zurück. Ich weiß nichtmal wieso er so verdammt freundlich zu mir ist, muss ja irgendeinen Grund haben, aber letzendlich ist es mir auch egal. Hauptsache ich bekomme die Lebensmittel, billiger natürlich noch besser. Auf dem weg nach Hause, der nur schlappe 33 minuten dauert, begegne ich meist einem Jungen, dunkelbraun- mittellanges Haar. Ich habe mir vorgenommen ihn anzusprechen, doch vergeblich, jeden Morgen. Was er wohl von mir denkt, wenn ich mit Einkaufstüten bepackt, jeden verdammten Morgen an ihm vorbei laufe? Jedenfalls lächelt er. Und das jeden Morgen.  Wenigstens eine Sache, die mir den Tag etwas versüßt. 


Kapitel eins

Wenn ich aufstehe, mache ich zuerst das Frühstück. Für mich, meinen Arbeitslosen Vater, meine zwei kleinen Geschwister , und meine Mutter. Obwohl sie garnicht mehr lebt, nicht mehr exestiert. Ich glaube immernoch daran, dass sie hier ist, irgendwo, vielleicht steht sie grade neben mir. Ich decke für sie ihren Platz, wie ich es immer getan habe. Einen Teller (Der weiße mit dem Orange-farbenen Rand war ihr Lieblings Teller), Ihr Brot-Messer was sie mit vier jungen Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte (es war wunderschön verziert, doch etwas verwaschen, doch es machte nichts). Sie ist da, und falls sie Hunger verspüren sollte, könne sie also immernoch bei uns Frühstücken, speisen wann sie möchte. Ich rede nicht gerne darüber, wie sie Gestorben ist, wieso es so gekommen ist, wie es scheinbar nicht zu vermeiden war. Nachdem ich gedeckt habe, sehe ich zu, dass ich meine kleinen Geschwister irgendwie aus dem Bett gezogen bekomme. Wenn man die zwei alten schon längst vergilbten Matratze noch "Betten" nennen kann. Doch meist, funktioniert es irgendwann, dass sie endlich aufstehen, sich anziehen frühstücken und in den Kinder-Garten gehen. Alleine, zufuß, durch die Berliner Platten-Siedlung. Ja ganz recht, hier wohne ich. Ich und meine "Familie".



Geschichte

Hallo Menschenskinder.


Ich glaube ich fange an, eine Geschichte zu veröffentlichen, hier, hier auf diesem Blog. Ich tu's einfach. Ab dem nächsten Post, könnt ihr dann mit verfolgen, diese eine Geschichte.

ich will eine eule :(

Tumblr?

Hallo Menschenskinder dieser Welt.
Ich wechsel jetzt, unzwar hier hin, zu "Blogspot". Meiner Meinung nach besser als Tumblr, WENN man denn auch schreiben möchte. Bilder poste, rebloggen ect. auf Tumblr, sehr schön, macht auch spaß. Doch ich dummschwanz, hab natürlich mein passwort verballert. na geil, jetzt isset halt so. Naja. Ist ganz gut, denn ich hatte auch schon länger vor mal wieder richtig zu schreiben. Und das wird jetzt auch mal so angefangen undso.

Freut mich, wenn ihr mal einen look taked. Haha, bin ich cool.

martha