Klar, ich war mir sicher wir würden uns wieder sehen. Spätestens Morgen früh, wie immer. Was werde ich dann tun? Werde ich ihn an lächeln, würde er zurück lächeln? Es hatte keinen Sinn mir jetzt den Kopf zu zerbrechen. Am besten werde ich mich einfach schlafen legen, in der Hoffnung mein Vater würde nicht Zurück kommen.
Hatte ich vergessen zu erwähnen das meine Geschwister noch nicht daheim sind? Hatte ich, ich vergesse so einiges. Kein Grund zur Sorge, die verbringen die nächsten Tage bei meiner Oma. Zu meiner Freude, ich kann alleine sein. Mal für mich. Ohne meinen Vater. Ich bin ehrlich, ich hasse meinen Vater. Und ich hasse diese Überglücklichen Happy Family's, ich hasse all das. Ich hasse soviel... Aber ich habe meine Gründe, denke ich mir immer wieder. Wen interessierts. Ich gehe ins Bade Zimmer, ziehe meinen kaputten Rock aus, lege mich auf die alte Couch, und decke mich mit einer Möbel-decke zu. Und die Tränen steigen mir ins Auge... Ich denke Manchmal darüber nach, über den Tod. Wie es so sein würde, wenn man nicht mehr da ist? Ich denke an meine Mutter. Wie es ihr geht? Ich wüsste es gerne. Ich wäre so gerne bei ihr. Aufeinmal klingelt es heftig. Ich springe schon fast Automatisch von der Couch auf, hinkte zur Tür, da ich meinen kleinen Zee am Couch-Tisch angeeckt habe. "Hey. Ich dachte mir, es wäre so unfreundlich, einfach so abzuhauen. Findest du nicht?" Sagte er. Sebastian stand da, um 23 Uhr ungefähr. Mein Herz rast, ich zittere. Er zuckte wieder so wunderschön mit seinen Augenbrauen, und viel mir einfach in die Arme. Ich drückte ihn weg. Ich wollte es nicht, ich wollte ihm nicht einfach so Blind vertrauen. Schon komisch, wie sich alles ändert. Ich meine, ich habe vor 5 minuten noch geweint, weil ich ihn unglaublich gerne bei mir hätte. Naja, schon peinlich genug das er jetzt doch da ist, und mich so hässlich sieht, noch hässlicher als sonst. Er lacht sicherlich, tief in sich. "Du kannst nicht hier sein, wenn mein Vater kommt, er wird dich umbringen, und mich dazu." Sagte ich. Das könnte durch aus der Fall sein, denn mein Vater gibt "Liebe" überhaupt keine Chance mehr. Er sagt, am Ende würde alles in Tränen Enden. Was er damit meint? Ich weiß es nicht. Ich weiß garnichts, deswegen Schlage ich Sebastian die Tür vor der Nase zu, und verkrieche mich wieder, wie ein scheues Reh. Was will ich, wer bin ich, wo komme ich her?

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