Freitag, 12. August 2011

Kapitel acht

Ich sitze immer noch hier, und eigentlich hatte ich auch nicht vor in den nächsten 10 minuten von hier zu verschwinden. Ich denke, denke und denke an Sebastian. Warum, ich habe eigentlich garkeine Zeit, auch nur eine sekunde an ihn zu denken. Doch es scheint so, als würde es irgendjemand wollen, da ganz oben. Aber ich will es nicht. Aber es ist unvermeidbar, ich denke aber es wird vergehen. Irgendwann, vielleicht, hoffentlich schon bald. Ich traue meinem Augenlicht nicht, er kommt zurück, Sebastian kommt auf mich zu. Er steht nur wenige Zentimeter vor meinem Gesicht, ich kann seinen Atem spüren. Manchmal bilde ich mir ein, ich könnte den Herzschlag von Personen hören, die ich besonders mag. Und bei Sebastian bilde ich mir das nicht ein, es ist da, ich kann ihn hören. "Du.. du kannst mit zu mir.. wenn du magst." Bot er mir an, dieses mal mit einer dermassen freundlichen Stimme... Ich nickte nur, in der Hoffnung er versteht mich. Und er tat es, natürlich. Bei ihm bin ich mir sicher, wir würden uns Blind verstehen. Wenn er bei mir ist, stelle ich mir so viel vor, so verdammt viel, wie es in der Zukunft sein würde, mit ihm. Doch wenn er weg ist, wünsche ich mir, ich hätte ihn nie kennen gelernt. Kann mir das jemand erklären? ich verstehe nicht. Jedenfalls schländern wir den unebenen Beton -Weg entlang, bis zu dem Garten-tor, was mit einem wunderschönen Weg verbunden ist, der zu einem großen Haus führt. "Es ist wunderschön" flüsterte ich, vielleicht hörte er es garnicht. Wir traten ein, in den riesigen Vorraum, der mit einem einzigen Stuhl dikoriert war. Ich muss sagen... irgendwie hatte das was. Wir gehen die große Treppe hinauf, in seine eigene Etage, und legten uns auf sein riesiges Bett, wirklich, es war einfach nur riesig. Ich legte mich auf die seite, er auch, und wir starrten uns einfach nur an. Nichts geschah, wir starrten einfach nur. Bis er fragte; "Was ist mit deiner Familie?" -"Ich möchte mir nicht meine traumhaften vorstellungen versauen, in dem ich an meine "Familie" denke. Tut mir leid, ich rede nicht darrüber." sagte ich, wieder zu unfreundlich. Aber irgendjemand hat mir mal erzählt, man  liebt einen menschen so wie er ist, und nicht weil man ihn verändert hat.



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